Wertverlust des Rubels – die Krise der 90-er Jahre scheint sich zu wiederholen

Wertverlust des Rubels

Das Jahr 2014 – Im Laufe des Jahres hat sich der Wert des Rubels halbiert und sein Kurs fällt und fällt. Wiederholt sich die elende Krise der 1990-er Jahre? Fast scheint es so, denn die Abhängigkeit Russlands vom Ölpreis ist unbestritten. Das Jahr 2000 war die Machtergreifung Putins und von da an stieg auch der Ölpreis. Putins Erfolg und Glück in der Politik schien sich an dem steigenden Ölpreis festzuhalten, was nicht ganz absurd ist. Denn die Hälfte des Staatshaushaltes wird mit Verkauf

  • von Gas und
  • Öl bestritten.

Beide Rohstoffe sind wichtig für Russland, denn der Gaspreis ist immer an den Ölpreis gekoppelt. Doch der ständige Preisverfall des Ölpreises brachte das Land in große Schwierigkeiten. Um die Staatsausgaben zu decken, braucht das Land jedoch einen Barrelpreis von 100 Dollar.

Der Rubel und der Ölpreis

Seit der Machtergreifung Putins wuchs die Wirtschaft Russlands unaufhörlich. Klar – der Ölpreis stieg beständig. Ende des Jahres 2014 begann der Ölpreis jedoch kontinuierlich zu sinken. Mittlerweile ist er um 40 Prozent gefallen und der Barrelpreis liegt bei zirka 60 Dollar - zu wenig für die Einnahmen des russischen Staatshaushaltes. Die russische Notenbank schätzte Ende 2014 den Rückgang der Wirtschaftsleistung bei zirka 4,5 Prozent.

Der Rubel und die Zinserhöhung

Der Wert des Rubels hat sich im Laufe des Jahres 2014 halbiert. Während Anfang des Jahres ein Euro 45 Rubel kostete, waren es Endes des Jahres schon 100 Rubel. Beim US-Dollar war der Verlust noch drastischer. Hier standen 33 Dollar nun 80 Dollar gegenüber. Die Notenbank zog nun im Dezember 2014 die Reißleine und erhöhte den Leitzins von 10,5 auf 17 Prozent. So eine starke Erhöhung konnte zuletzt in der Krise 1998 beobachtet werden. Die Erhöhung des Leitzinses brachte jedoch nur wenige Stunden gegenüber dem Dollar Gewinne, danach setzte die Talfahrt des Rubels verstärkt ein. Die Menschen reagieren darauf mit einem verstärkten Konsum oder sie tauschen den Rubel in westliches Geld. Wenn die Russen allerdings das Vertrauen in den Rubel verlieren, würde dies noch weitere Folgen haben. Über die größten Geldmittel verfügen die so genannten Oligarchen, das sind superreiche Russen. In der Krise von 1998 schafften sie bereits ihr gesamtes Vermögen ins Ausland – dies könnte jetzt auch passieren.

Der Rubel und die Ukrainekrise

Der Rubel und die Ukrainekrise

Die Krise in der Ukraine stürzt die russische Wirtschaft noch weiter in die Tiefe. Kriege kosten Geld und die Unterstützung der Separatisten ist teuer. Danach fließen Geldmittel natürlich

  • in den Wiederaufbau und
  • die Beseitigung der Kriegsschäden

- voraussichtlich müsste Russland das zahlen. Solange die Einnahmen aus dem Erdölgeschäft noch ausreichend vorhanden sind, ist das kein Problem. Doch das ist auch nicht mehr der Fall.

Putin ist auf Konfrontationskurs, rüttelt am europäischen Frieden und verärgert die Nato. Wirtschaftliche Sanktionen ihrerseits gegenüber Russland waren die Folgen. Auch das schädigt die russische Wirtschaft. Auf europäische Hilfe braucht nun Putin nicht zu hoffen. Ausländische Firmen in Russland erwägen bereits den Rückzug aus dem Land, denn die Unsicherheit in der Marktentwicklung ist zu riskant.

Die Aussichten des Rubels

Die Agentur Bloomberg sieht im April 2017 den Rubel wieder im Aufwärtstrend. Er legte im ersten Quartal um 4,4 Prozent zu. Dennoch ist die weitere Entwicklung des Rubels nicht vorhersehbar. Experten sind sich einig – Es sind viele Faktoren für den Wert des Rubels verantwortlich und sämtliche Analysen scheiterten an den unvorhersehbaren Ereignissen in Russland. Doch es gibt auch Positives – es werden mehr russische Produkte konsumiert.

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